TK04 Wärmeleitfähigkeits-Messgerät Überblick Messprinzip Sonden und Proben Messung Auswertung Qualitätskontrolle Spezifikation Ausstattung und Zubehör Anwendungs-Beispiele

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Automatische und manuelle Auswertung Screenshot TK04 Auswerte-Programm Unmittelbar nach Abschluss jeder Einzelmessung erfolgt automatisch eine Auswertung durch das Messprogramm. Dabei werden die bei der Konfiguration der Messreihe gewählten Auswerteparameter verwendet. Für wissenschaftliche Zwecke können nach Abschluss der Messungen weitere Auswertungen mit abweichenden Parametern erzeugt, betrachtet, als Liste exportiert, gedruckt oder direkt an das Grafikprogramm zur Darstellung und Qualitätskontrolle übergeben werden. Für Einsteiger stehen für einen weiten Bereich von Probenmaterialien und Messbedingungen geeignete Standardparameter zur Verfügung, geübte Anwender können individuelle Parameter je nach Messaufgabe wählen.

Bestimmung des optimalen Datenintervalls für die Auswertung Bei instationären Messverfahren ist der Anfang einer Messung noch vom Kontakt Sonde-Probe und den individuellen Eigenschaften der Sonde beeinflusst, bei längeren Messzeiten wirken sich Reflexionen der Wärmewelle an den Begrenzungen der Quelle und der Probe aus. Der dazwischenliegende ungestörte, für die Auswertung geeignete Bereich kann je nach Probenmaterial und -größe, Sondentyp, Kontakt, Umgebungsbedingungen u. ä. von Messung zu Messung in Größe und Lage variieren. Da die TK04-Software automatisch den Bereich der gemessenen Temperaturkurve erkennt, der dem theoretischen Verlauf am ähnlichsten ist, werden immer optimale Ergebnisse erzielt.

Das Auswerteprogramm tastet die gemessene Temperaturkurve mit Auswerte-Intervallen ab, deren Länge und Startzeit in Schritten von 0.5 Sekunden variiert werden. Um die Eignung jedes Intervalls für die Auswertung zu bestimmen, werden die zugehörigen Messdaten mit der theoretischen Kurvenform verglichen. Als Maß für die Ähnlichkeit dient der sog. LET-Wert, der aus den Koeffzienten für die Anpassung der theoretischen Kurve an die Messdaten berechnet wird: je höher LET, desto besser entspricht das untersuchte Intervall dem theoretischen Verlauf der Temperaturkurve und desto genauer ist der daraus berechnete Wärmeleitfähigkeits-Wert.

Nachdem das Intervall mit dem höchsten LET-Wert ermittelt wurde, wird die Wärmeleitfähigkeit berechnet und zusammen mit Länge und Position des Auswerte-Intervalls in die Ergebnisdatei der Messreihe eingetragen. Zusätzlich werden Wärmeleitfähigkeits-Werte aus allen Intervallen berechnet, die einen Mindest-LET-Wert aufweisen. Diese Werte werden in einer separaten Datei je Einzelmessung gespeichert und zur Qualitätskontrolle verwendet.

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